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Ausstellungsprojekt zum Thema „Mythos Germanien. Die Erziehung zum germanisch-völkischen Ideal durch Schulwandbilder und Dokumente während der NS-Zeit“

In Kooperation mit dem Westfälischen Schulmuseum, dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte und Mitarbeitern des Ruhrmuseums in Essen konzipieren die Dozenten des Historischen Instituts, Erik Beck und Arne Timm, gemeinsam mit Studierenden eine Ausstellung, die vom 31.01. bis 08.03.2015 im Museum für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen sein wird.

Homepage Cover Die Ausstellung soll verdeutlichen, wie insbesondere den Kindern und Jugendlichen in der NS-Zeit in Form von Schulwandbildern, Schulbüchern, Anschauungsmaterialien, aber auch Romanen, Jugendsachbüchern und -zeitschriften ein konstruiertes Geschichtsbild von den Germanen und deren „Ur- und Frühgeschichte“ vermittelt werden sollte.

Die Überhöhung der „eigenen“ Ur- und Frühgeschichte bildete das Fundament für die Erziehung der Jugend zum germanisch-völkischen Ideal mit den ideologischen Grundprinzipien wie „Rassenlehre“, „Volk-ohne-Raum-Bewegung“, „Führer-und-Reich-“ sowie „Blut-und-Boden-Ideologie“.

 

Durch die Präsentation und fachwissenschaftliche Analyse vielfältiger Exponate soll dem Museumsbesucher verdeutlicht werden, wie die Nationalsozialisten die vermeintlichen Vorfahren des „deutschen Volkes“ fälschlicherweise zur zivilisierten „indogermanischen Herrenrasse“ erhoben haben, um mit der Konstruktion eines urgermanischen Großreiches als Ausgangspunkt sämtlicher abendländischer Kultur ihren kulturellen Überlegenheitsanspruch gegenüber den anderen europäischen Völkern zu rechtfertigen und so die Herrschaftsansprüche des NS-Regimes zu untermauern.

Darüber hinaus soll anhand aktueller Schulbücher und Medien gezeigt werden, wie dieses verzerrte und konstruierte Geschichtsbild der Germanen teilweise noch heute präsent ist und nachwirkt.

 

Einen ersten Einblick in die Arbeit der Projektgruppe und die für die Ausstellung vorgesehenen Exponate können Interessierte bereits am 18. Mai 2014 von 10-17 Uhr im Westfälischen Schulmuseum erhalten. Anlässlich des Internationalen Museumstages werden dann die Beteiligten durch die Ausstellungswerkstatt führen und über die Hintergründe informieren. 

 

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