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Inklusion und Exklusion im Mittelalter: Der Umgang mit Behinderung und Krankheit in der mittelalterlichen Gesellschaft

Geschichtswissenschaftliche und –didaktische Aufbereitung mittelalterlicher Quellen für den Geschichtsunterricht der Sek. I
Leitung: Erik Beck und Arne Timm

inklusion titelbild Das Projekt verfolgt das Ziel, anhand von zeitgenössischem Quellenmaterial sowohl die Integration als auch die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung in der mittelalterlichen Gesellschaft aufzuzeigen. Der Korpus der zusammengetragenen Bild- und Textquellen thematisiert unterschiedliche Aspekte des alltäglichen Umgangs mit besagter Personengruppe und geht den Fragen nach,
  • wie beispielsweise die rechtlichen Grundlagen für behinderte Menschen aussahen,
  • wie geistige und körperliche Gebrechen aus der Sicht der Religionen bewertet wurden,
  • welchen Status behinderte Menschen innerhalb ihrer Familie einnahmen und wie sie von ihrem engsten sozialen Umfeld wahrgenommen wurden,
  • inwieweit körperliche und geistige Beeinträchtigung bei Menschen in herrschenden Positionen Auswirkungen auf die Qualität ihrer Tätigkeit hatte,
  • wie die mittelalterliche Gesellschaft mit der chronischen Infektionskrankheit Lepra (Aussatz) umging.

Die hier gestellten historischen Fragen bilden den ersten Schritt eines geregelten Verfahrensablaufs, dem die Methodik der Quelleninterpretation in der Geschichtswissenschaft folgt. In einem zweiten Schritt werden historische Materialien von den Studierenden unter Anleitung recherchiert und dahingehend untersucht, ob sie zur Beantwortung der Fragen beitragen können. Das vorliegende Bild- und Textmaterial wird dann quellenkritisch analysiert, um die Authentizität der Quelle und den Tatsachengehalt der historischen Aussagen zu überprüfen. Daran anschließend werden die Quellen interpretiert und für den Einsatz im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I didaktisch aufbereitet und mittels eines methodisch-didaktischen Leitfadens für Lehrende zugänglich gemacht.